Spinnen



Älteste Belege von Spinnwirteln in Europa stammen aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. aus den Siedlungen der Sesklo-Kultur in Griechenland, da das Material (oft Keramik) die Zeit überdauerte. Bereits 2000 Jahre zuvor sollen die Ackerbauern in der Levante Textilien hergestellt haben. Ob diese aus Flachs bzw. Lein oder aus tierischer Wolle waren, ist wegen fehlender Erhaltung unklar. Erhaltenes Leinen taucht jedenfalls erst 2000 Jahre später in Ägypten auf. Die prähistorischen Wirtel sind bisweilen mit symbolischen Zeichen verziert und wurden wohl auch der Gottheit als Weihegeschenke dargebracht. Wirtel wurden in vielen vorgeschichtlichen Siedlungen gefunden. Der kugel- oder scheibenförmige, konische oder doppelkonische zentrisch durchlochte Wirtel dient als Schwungmasse für die Handspindel und kann aus verschiedenen Materialien bestehen (Holz, Knochen, Stein oder Ton; später auch Glas). Er hat einen Durchmesser bis zu 5 cm und kommt seit dem Neolithikum vor.






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